Um Erkältungskrankheiten vorzubeugen, hier eine einfache Empfehlung: Trinken Sie morgens ein großes Glas warmes Zitronenwasser mit Honig. Wasser kurz aufkochen, etwa auf 40 Grad abkühlen lassen, den Saft einer halben ausgepressten Zitrone und einen Teelöffel Honig hinzufügen. Sie regen damit den Stoffwechsel an, stimulieren das Immunsystem, führen Vitamin C, Magnesium, Calcium und Kalium zu und bringen den Darm in Bewegung. Aus ayurvedischer Sicht stimulieren Sie damit Ihr Pitta, reduzieren einen Überschuss an Kapha und bauen Ojas (Ihre Abwehrkräfte) auf.
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Prakriti sthapan - Bewahre das Gleichgewicht! So lautet das Leitmotiv der ayurvedischen Medizin. Der folgende Artikel beschreibt Forschungsergebnisse des Max Planck Instituts, wie entscheidend dieser ayurvedische Grundsatz gegen den Prozess des Alterns wirkt.
Altern: Nicht allein die freien Radikale sind schuld
05.01.09 - Für Alterungsprozesse von Zellen wurde bislang vor allem die Konzentration an freien Radikalen verantwortlich gemacht. Doch Max-Planck-Forscher halten dagegen: Die Alterung eines Organismus hänge vor allem von der Stabilität des Stoffwechsels ab.
Ein gut regulierter Stoffwechsel ist offenbar wirksamer gegen Alterungsprozesse als hohe Dosen Antioxidantien.
Die altersbedingten Veränderungen der Genaktivität von Mäusen zogen die Wissenschaftler um Lloyd Demetrius vom Berliner Max-Planck-Institut für molekulare Genetik heran, um eine Erklärung für die Ursache des Alterns zu liefern.
Ihre “Theorie der metabolischen Stabilität” besagt, dass die Alterung nicht allein durch die steigende Anzahl an freien Radikalen in der Zelle bestimmt wird. Entscheidend sei vielmehr die Fähigkeit des Organismus, ausgewogene und stabile Konzentrationen an freien Radikalen und anderen Stoffwechselprodukten aufrecht zu erhalten.
Insgesamt hatten die Forscher 25.000 Gene von Mäusen analysiert - und dabei festgestellt, dass sich Aktivität und Regulation von etwa 700 Genen mit zunehmendem Alter der Tiere verändern.
Stoffwechsel verlangsamt sich im Alter
So sinkt bei älteren Mäusen die Aktivität derjenigen Gen-Netzwerke, die an der Verstoffwechselung der Nahrungsbestandteile beziehungsweise der Produktion von Energie für die Zellen beteiligt sind. Dagegen stieg die Aktivität der Netzwerke oder Genverbünde, die für die homöostatische Kontrolle der Produktion an freien Radikalen verantwortlich sind.
Diese Ergebnisse widersprechen der Annahme, dass allein die Zunahme an freien Radikalen für die klassischen Symptome der Alterung verantwortlich ist. Vielmehr gehen die Wissenschaftler davon aus, dass die Fähigkeit, ein gleichbleibendes Niveau an freien Radikalen aufrecht zu erhalten, das wichtigste Merkmal für das biologisches Alter einer Zelle ist.
Balance besser als Antioxidantien
Entsprechend sollten Versuche, den Alterungsprozess zu verlangsamen, nicht darin bestehen, durch hohe Dosen von Antioxidantien Einfluss auf die Produktion der freien Radikale zu nehmen. Ziel sollte vielmehr sein, die Stoffwechsel-Netzwerke eines Organismus und somit die Homöostase zu stabilisieren.
Eine Diät mit einem ausgewogenen Maß an ungesättigten Fettsäuren, Antioxidantien und Vitaminen, maßvoller Alkoholkonsum und körperliche Bewegung sind der beste Weg, um die Stabilität der Stoffwechselnetze zu erhalten und die natürlichen Alterungsprozesse des Körpers zu verlangsamen.
Wenn Sie den Artikel in der tz vom 10.01.2009 lesen möchten, klicken Sie bitte auf: tz-Artikel Seite 1
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3. Festspiele des Denkens in Weimar vom 02.10.2008 bis 05.10.2008
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Dr. Ulrich Bauhofer:
“Souverän und gelassen durch Ayurveda”
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Ayurveda
„Stellen Sie sich Ihren Körper mal als Feder vor“, erklärt mir der bekannteste Ayurveda-Arzt Deutschlands, Dr. Ulrich Bauhofer aus München, das Prinzip dieser ganzheitlichen Gesundheitslehre. „Und die Elastizität entspricht unseren Regenerations- und Heilmechanismen“. All unsere kleinen Vergehen (zu wenig Schlaf, zu schweres Essen, zu viel Alkohol) hängen sich wie Gewichte an diese Feder und leiern sie auf Dauer aus. Die ayurvedische Lehre versucht jetzt, die Elastizität wiederherzustellen. Und zwar am besten, bevor wir richtig krank werden. Dazu fragt Dr. Bauhofer erst mal in aller Ruhe nach Lebenssituation und –gewohnheiten. Und erklärt, dass sich die Schlafzeit in den letzten zehn Jahren im Schnitt um eine Stunde verkürzt hat. Wir Menschen schlafen immer weniger. Das kann nicht gesund sein. Dann wird der Puls erfühlt. Der verrät dem Fachmann die „Choreografie der Doshas“. Aus diesem Zusammenspiel unserer drei verschiedenen Lebensenergien Vata, Pitta und Kapha, und dem, was er hört und sieht, zieht Dr. Bauhofer dann seine Schlüsse: Meine Kopfschmerzen haben mit überschüssigem Vata zu tun, erfahre ich. Bei Stress nimmt Vata zu. Erster Therapieschritt: Fünf Tage entgiften und entsäuern. Die ersten zwei Tage sind schlimm, der Kopf schmerzt sehr. Aber dann ist Ruhe. Im Anschluss gibt es natürliche Heilmittel, Stressmanagement und einen Ernährungsplan, der hilft, das Vata auch in Zukunft nicht größer werden zu lassen.
Fazit: Ayurveda erfordert Mitdenken. Und manchmal auch Umdenken. Bringt dafür aber den Körper wieder in einen ausgeglichenen Zustand. Und in dem sind Kopfschmerzen sehr selten.
Im Gleichgewicht…
Dr. med. Ulrich Bauhofer, Vorsitzender der Gesellschaft für Ayurveda, gilt als einer der führenden Ayurveda-Spezialisten außerhalb Indiens und betreibt derzeit eine ayurvedische Praxis in München. Lebenjetzt hatte Gelegenheit, mit ihm über die Jahrtausende alte Heilkunde zu sprechen.
Patienten mit chronischen Krankheiten wie Bluthochdruck, Migräne, Übergewicht und Stoffwechselstörungen, Erkrankungen des Verdauungstrakts, Gelenk- oder rheumatischen Beschwerden, Allergien, Immunschwäche, stressbezogenen Erkrankungen, Burnout usw. Es kommen aber auch immer mehr Menschen, die sich gesund fühlen und wollen, dass es so bleibt oder noch besser wird. Prävention, Gesunderhaltung und vitales Älterwerden sind ganz besondere Spezialgebiete der ayurvedischen Medizin.
Grundsätzlich nehme ich mir für meine Patienten sehr viel Zeit. Ayurveda bedeutet „Wissen vom Leben“ - und darum muss ich das Leben eines Menschen verstehen und kennen, um ihn dann adäquat behandeln zu können. Am Anfang steht die klassische ayurvedische Pulsdiagnose, es folgen eine umfassende Anamnese, eine körperliche Untersuchung, Labor und moderne apparative Diagnostik - wobei mich besonders Effizienz und Intaktheit regulativer Prozesse und des Stoffwechsels im Organismus interessieren – und auf dieser Basis stelle ich in Kooperation mit meinem Patienten – es muss ja praktikabel sein - eine ganzheitliche Behandlungsstrategie zusammen.
Leben bedeutet unentwegte Veränderung – Tag, Nacht, Wetter, Nahrung, Beziehungen, Beruf, fortwährend ist alles anders. Dieser ständige Wandel gefährdet jedoch unablässig das innere Gleichgewicht, also die Qualität des Unveränderlichen in uns, worauf unsere Gesundheit gründet. Darum muss der Körper sich jeder Form der Veränderung anpassen, möglicherweise gegenregulieren, um die innere Balance zu bewahren. Die Stärke dieser Regulationsreserve bestimmt darüber, wie gesund und widerstandsfähig wir sind: wie der Organismus z.B. eine Übersäuerung ausgleicht, ob das Immunsystem Krankheitskeime oder entartete Zellen beseitigt, ob Antioxidantien freie Radikale abfangen – es gibt unzählige Regulationsprozesse in unserem Körper, diesem Wunderwerk der Natur, an dem sie über 3 Milliarden gearbeitet hat, um es zu dieser Perfektion zu entwickeln. Die Evolution ist die Vervollkommnung regulativer Prozesse - Sie können es sich wie die Elastizität einer Feder vorstellen, an die Sie dauernd ein Gewicht hängen. Die elastische Kraft der Feder setzt dem Gewicht etwas entgegen, doch wenn das Gewicht im Laufe der Zeit zu schwer wird, leiert die Feder aus und kann nicht mehr gegenregulieren. Das Ziel der ayurvedischen Medizin besteht darin, die Feder – also den Organismus mit seinen Regulationsreserven - elastisch, flexibel und biegsam zu halten.
Im Zentrum der ayurvedischen Diagnostik steht die Pulsdiagnose. Dabei ertastet der Arzt nicht nur die Herzfrequenz oder mögliche Unregelmäßigkeiten im Rhythmus des Pulses, sondern die Choreografie der Doshas - das Wechselspiel dieser drei biologischen Programme Vata, Pitta und Kapha, die nach ayurvedischem Verständnis alle Prozesse und Funktionen im Körper regulieren. Wenn die Doshas im Gleichgewicht schwingen, das für jeden Menschen spezifisch und unterschiedlich ist, spiegelt dieses Pulsmuster ein gesundes Körper-Geist-Seele System wieder. Geraten die Doshas aus dem Lot, zeigt sich das nach und nach zuerst in Form von Befindlichkeitsstörungen, dann entstehen Krankheitssymptome, die sich schließlich zu manifesten Erkrankungen entwickeln.
Wir müssen zunächst etwas Entscheidendes verstehen: Der Körper ist ein Prozess, er ist kein Zustand, er ist nie gleich und derselbe. Wenn Sie eine Weile in den Spiegel schauen, sehen Sie keine Veränderung, doch jede Sekunde produzieren Sie 7 Millionen neue Zellen und in Ihrem Organismus finden jede Sekunde 10³² chemische Reaktionen statt – das ist eine 10 mit 30 Nullen! Die Doshas steuern diese Prozesse. Dabei steht Vata für Bewegung – alle Bewegungsabläufe werden von Vata gesteuert, Herz, Lunge, Kreislauf, Muskulatur, Zellteilung, Nervenleitung usw. Pitta steht für Stoffwechsel und Energieumsatz, Verdauung, Wärmebildung, Säure-Basenhaushalt. Kapha ist Struktur, Masse, die Energiespeicher, das Gerüst der Materie. Die ideale Verteilung dieser Doshas oder Bio-Programme bei einem Menschen bestimmt seine Dosha-Konstitution, die wiederum seine Körpermerkmale, seine Persönlichkeitsstruktur, Neigungen und Abneigungen sowie seine Krankheitsdisposition prägen.
Weniger auf den Dosha-Typ als auf die Dosha-Störung. Und auf die kommt es primär an, denn sie müssen wir ja beheben. Z.B. weisen Schlafprobleme, Nervosität, Gedächtnisschwäche, Rückenschmerzen oder eine träge Darmentleerung auf ein Vata-Problem hin, Sodbrennen oder allergische Reaktionen sprechen für eine Pitta-Störung, Diabetes, Übergewicht oder hohes Cholesterin sind auf ein Kapha-Ungleichgewicht zurückzuführen. Das Therapiedesign zielt dann daraufhin, die den Krankheitssymptomen zu Grunde liegende Dosha-Störung mit einer ganzheitlichen Behandlung zu beheben.
In der ayurvedischen Medizin geht man immer ganzheitlich vor, um die Doshas wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Dabei müssen sich die einzelnen Maßnahmen in ihrer Wirkung unterstützen und dürfen sich nicht gegenseitig aufheben. Wenn z.B. bei einer Vata-Störung Heilmittel verordnet werden, die Vata harmonisieren, müssen andere Therapieansätze wie die Ernährung, der Tagesablauf, entgiftende Verfahren, Aromatherapie, Stressmanagement, Yoga und regenerative Maßnahmen diese Vata-ausgleichende Wirkung unterstützen. Der ayurvedische Arzt setzt also auf verstärkende, synergistische Therapieeffekte – jedes Mosaiksteinchen trägt zum Gesamteffekt bei.
Wir tun in der Medizin heute oft so, als ob es Gesundheit auf Rezept gäbe. Doch dafür ist der menschliche Organismus viel zu komplex, denn alles hängt mit allem zusammen. Darum behandeln wir in der ayurvedischen Medizin nie eine Krankheit, sondern stets den Menschen, der krank ist. Natürlich behalten wir dabei die lokalen Beschwerden besonders im Auge. Aber eine Krankheit ist immer Ausdruck eines Ungleichgewichts, und das betrifft das ganze System. Beseitigen wir das gestörte Gleichgewicht der Doshas, eliminieren wir damit die Ursache der Krankheit.
Kürzlich wurde eine Studie in den USA veröffentlicht, die zeigte, dass Bewegung, eine Veränderung der Ernährung und Stressmanagement die Aktivität der Gene beeinflussen. Es stellte sich heraus, dass gesundheitsfördernde Gene angeschaltet und krankmachende abgeschaltet wurden. Diese wissenschaftliche Erkenntnis bestätigt einen uralten ayurvedischen Grundsatz: Abgesehen von den klassischen Erbkrankheiten manifestiert sich eine Krankheit immer nur, wenn sich eine genetische Veranlagung mit einer ungesunden Lebensweise mischt. Umgekehrt können bei einer erblichen Disposition für eine Krankheit eine gesunde Lebensweise und individuell angepasste vorbeugende Maßnahmen dafür sorgen, dass die Erkrankung erst gar nicht ausbricht. Genau darauf zielt ayurvedische Prävention ab.
Die Domäne des Ayurveda sind chronische Krankheiten, Prävention, Förderung der Gesundheit, Rehabilitation nach Operationen oder aggressiven Therapien und eine begleitende Behandlung z.B. bei bösartigen Erkrankungen. Schwere akute Krankheiten sollten schulmedizinisch therapiert werden. Grundsätzlich steht Ayurveda und Schulmedizin in keinem Gegensatz, sondern sollten sich ergänzen. Ein guter Arzt wählt seine Therapie immer zum Wohle des Patienten und weiß, wann er welche Maßnahmen einzusetzen hat.
Jeder Mensch ist anders und darum muss eine Therapie immer individuell entworfen werden. Doch gibt es auch eine Menge allgemein gültiger Regeln für gute Gesundheit. Ich gebe Ihnen drei Tipps, die vielen vielleicht banal erscheinen, aber sehr wichtig sind: 1. Machen Sie das Mittagessen nach Möglichkeit zu Ihrer Hauptmahlzeit und essen Sie morgens und abends leicht. 2. Essen Sie nie, bevor die vorige Mahlzeit nicht verdaut ist. 3. Gönnen Sie sich ausreichend Schlaf. Dabei ist der Schlaf vor Mitternacht besonders erholsam.
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